InterRail 2008
Written on 09/07/2008 /// 2,768 × read /// 2 Comments
Nach einer Tour von ca. 3 1/2 Wochen via InterRail-Ticket durch Süd-Ost Europa habe ich nun endlich wieder festen, Hamburger Boden unter meinen Füßen.
Das Reise-Team bestand aus Johannes, Elias, Pio, und meiner Wenigkeit. Dank dieser Konstellation war unsere Tour immer sehr Spontan ( “Lass ma´ da hin” oder “Eh, warum bleiben wir nicht noch nen Tag da?”), was die Reise mehr denn je zu einem Abenteuer werden lies.
Alles geplant!?
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Die Tour Im Schnellverfahren:
Offenburg-München-Salzburg-Zagbreb-Karlovac-(Bus) kurz vor Šibenik-(Bus) nach Šibenik-(Bus) Makaskar-(Bus) Brisk-(Bus) Ploče-Mostar-Sarajevo-Pécs-Szeged-Bukarest-Constanta-Vama Veche-Constanta-Bukarest-(dann alleine weiter)Athen -Hamburg.
Der Start der Reise war Offenburg im Schwarzwald. Von dort gings über Ulm und München nach Salzburg wo wir 8 Stunden Aufenthalt hatten. Glücklicherweise hatte Pio schon mal dort gewohnt, so dass wir uns in einem Kanal abkühlen und die Stadt etwas kennenlernen konnten.
Warten auf den Zug…

Nach einem kräftigen Gewitter und ein paar Bier ging´s weiter nach Zagreb. Dort verbrachten wir den Tag mit einer Stadtbesichtigung. Als das Wetter auch hier zu Regen tendierte, war es an der Zeit weiter südlich und ans Meer zu kommen. Wir nahmen also den Zug nach Karlovac, um dort den Bus Richtung Meer/Šibenik zu erreichen. Auf der Karte suchten wir uns einen netten Platz aus und gaben dem Busfahrer Anweisung uns dort (per Fingerzeig auf Karte) Rauszuschmeißen, was er auch tat…
an der Autobahn.
Unsere zweite Übernachtungsmöglichkeit war also der Nationalpark von “Krka” selbstverständlich unter freiem Himmel. Am morgen mussten wir dann erstmal rausfinden wo wir waren und nach Šibenik kommen. Ziel war immer noch das Mittelmeer, das wir bis dahin nur aus einiger Entfernung betrachten konnten. Nach einigen Kilometern zu Fuß und 4 Stunden Wartezeit auf den Bus hatten wir es geschafft. Wir waren am Busbahnhof von Šibenik. Von dort ging es dann mit dem Bus weiter nach Makaskar, erstmal 1 1/2 Std stehend, da der Bus so überfüllt war. Von Split an hatten wir dann ein Sitzplatz, welch eine Freude. In Makaskar fanden wir dann raus, dass dort kein Camping Platz war, nur 10Km vor oder nach Makaskar, also rein in den Bus, weiter fahren. leider verpassten wir den Campingplatz, sodass wir wieder 3Km zurück laufen mussten.
Dann endlich hatten wir´s geschafft, am Campingplatz und am Meer. Dort verbrachten wir 3 Tage mit Baden und Sonnen um dann weiter aufzubrechen Richtung Bosnien. Dafür gab´s den Bus nach Ploče von wo wir wieder Zuganschluss hatten, allerdings nur 2x am Tag, was eine Wartezeit von 6 Stunden nach sich zog. um ca.19.00 erreichten wir Mostar.
In Mostar verbrachten wir 2 Tage mit 40°C Grad und baden im Fluss. Mostar ist echt eine schöne Stadt, die Alte Brücke oder “Stari Most”, ist eine der Sehenswürdigkeiten, die man sich aufgrund der Touristen aber eher Nachts anschauen sollte.
Beeindruckend ist Sie allemal.
Dann ging´s weiter nach Sarajevo.
Dort lernten wir am Bahnhof IVO Kennen, der uns einen Platz auf seinem “Campingplatz” anbot. Campingplatz ist allerdings weit gefasst. Eigentlich war es der Garten seines bescheidenen Hauses, auf dem er 4 Zelte aufgebaut hatte, die er regelmäßig an Traveler wie uns vermietete. Täglich wechselten hier also die Nationalitäten von Spaniern, Franzosen Italienern und Engländern.
Herausragend ist allerdings die Lage des “Campingplatzes, von dem man beinahe die Ganze Stadt überblicken kann.
Hinter Ivo´s Grundstück befand sich eine Wunderschöne Betonwand, die wir gleich in Beschlag nahmen um unsere Namen zu hinterlassen. Gestört hat das niemanden.
v.L.n.r: JOHANNES, BIG(PIO), TEG, TIKONE
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Nach drei Tagen brachen wir früh morgens auf um unser nächstes Ziel zu erreichen, Rumänien. Unglaublich aber wahr: Es gibt nur einen Zug pro Tag der von Sarajevo nach Budapest fährt.
Da Elias und ich keinen Reisepass hatten mussten wir allerdings über Ungarn fahren, was die Fahrt ein bisschen verlängerte und eine Nacht Überbrückung in Szeged nach sich zog. Glücklicherweise bekamen wir einen guten Tipp wo man es sich am Fluß mit Isomatte und Schlafsack gemütlich machen konnte. Insgesamt nahm die Fahrt nach Bukarest dann also 2 Komplette Tage in Anspruch. Dort Angekommen Trafen wir AC und Lorence, Kontakte von einem Freund aus Frankreich. Wir bekamen die Schlüssel für Avaton´s Wohnung die zusammen mit ca. 100 anderen Blockbauten, die sich alle ähnelten, schön im Ghetto gelegen war.
Bukarest ist wirklich sehenswert. Natürlich nicht deutscher Standard, aber wer das erwartet, sollte besser Zuhause bleiben.
Nachbarn bei Nacht

Ein Bild für alle Zuhause gebliebenen:
v.L.n.r: HOMER(tikone) NELI(pio), RICH(johannes), WOS1(elias)
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Nachdem wir eine schöne Wand entlang der Bahnlinie bemalt, und die Stadt gesehen hatten verließen wir Bukarest für 3 Tage um ans Schwarze Meer, über Constanza, nach Vama Veche zu rollen. Außer Sonne, Baden, Bier trinken und vielen möchte gern Hippies gab es da aber eigentlich nichts.

Zurück in Bukarest, trennten sich unsere Wege.
Johannes flog zurück, Elias und Pio nahmen am nächsten Tag den Zug und waren Tag und Nacht unterwegs, bis sie Deutsches essen genießen durften. Ich selbst nahm den nächsten Schlafwagen nach Sofia, um dort den Anschluss nach Thessaloniki zu bekommen. Von dort gings dann weiter nach Athen, Freunde besuchen. Natürlich war auch hier wieder Malen angesagt.
v.L.n.r: RONE, TIKONE (it´s me)

…natürlich erst nachdem ich zusammen mit 10000 anderen Touristen durch die Acropolis gestolpert war.
Athen ist wirklich eine super Stadt, dem Wetter vor allem war ich sehr zugesagt. Immer um die 30°C, das ist was für mich!

Hier habe ich dann auch nochmal Hand angelegt.
v.L.n.r: RONE, SLURG, KONIQIOS


Nach einer wunderschönen Zeit in Athen hieß es dann auch für mich auf wiedersehn sagen und in den Flieger zu steigen. Die Zugfahrt hätte ca. 4 Tage gedauert, so dass ich mich letzten Endes ebenfalls für den Luftweg entschied.
Resümee:
Die Fahrt war sehr sehr cool, wir hatten echt viel Spaß, haben viele nette Menschen und InterRailer getroffen, haben viel getrunken und VIEL gesehen. Eigentlich war es so viel in so kurzer Zeit dass das Verarbeiten erst viel später einsetzte. Ich würde es wieder tun!
2 Comments
hey!
wo steht die wand an der bahnlinie, die ihr bemalt habt? ich würd so gern ein foto machen wenn ich in zwei wochen in bukarest bin. kannst du genauere angaben machen? ich bedank mich schonmal, obwohl die chancen wohl eher gering sind;)
grüße,
nele
Comment by Neli /// 12/01/2008 @ 9.39 pm
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yoyoyo alter fadda,
da hab ihr aber nen ride hinter euch… so nen scheiss ich wäre so gerne mit. ;(((
OSTblock rules… ; ) ich versuche es noch vor februar nach hamburg zu kommen…..
Comment by wosoner.... /// 09/16/2008 @ 11.39 am